Lebensraum & Energiequellen



Neubau, Wasserader und Kosten

Auf einer Baumesse traf Max ein junges Paar mit einem Kleinkind. Aus einem kurzen Gespräch entstand die Einladung zu einem ersten Termin auf ihrem Grundstück in leichter Hanglage. In ihrem aktuellen Wohnraum, unfern von ihrem Grundstück, schilderten die Bauherren ihre ersten Wünsche und Vorstellungen für den zukünftigen Lebensraum.

Wunsch: Noch bevor die eigentliche Planung begann, äußerte die Bauherrin einen besonderen Wunsch. Das Grundstück sollte vorab auf Wasseradern und Erdstrahlen untersucht werden. Max empfahl einen anderen Weg. „Im Vorfeld hat das oft mehr Nachteile als Vorteile“, erklärte er. „Wenn bereits zu Beginn nach möglichen Störquellen gesucht wird oder versucht wird, um diese herumzuplanen, richtet sich die Aufmerksamkeit stark auf diese Themen. Dadurch geraten andere Möglichkeiten, Qualitäten und Potenziale oft in den Hintergrund. Zusätzlich wird die Lösungsvielfalt unnötig eingeschränkt.“ Er verwies dabei auch auf Veröffentlichungen von Jörg Purner, in denen beschrieben wird, dass sich energetische Situationen im Verlauf von Umgestaltungen und Nutzungsveränderungen eines Lebensraums verändern können. Seine Empfehlung lautete daher: „Zuerst die Grundlagen klären. Danach die bestmögliche Lösung entwickeln. Und erst anschließend – wenn es euch wichtig ist – unabhängig überprüfen lassen.“ Wichtig war ihm dabei, dass eine solche Untersuchung ohne Kenntnis der Planung erfolgt, um Beeinflussungen möglichst zu vermeiden. Die Bauherren folgten diesem Vorschlag.

Grundlagen: Gemeinsam wurden die Grundlagen des Projekts erarbeitet: Tatsächliche Funktionen, Räume, Flächen und Kosten, vor allem aber die persönlichen und gemeinsamen Anforderungen an ihren zukünftigen Lebensraum. Das erklärte Ziel war, ein Wohnhaus mit integrierter Praxis innerhalb eines Bauwerkskostenrahmens von rund 350.000 Euro zu realisieren.  Die Flächen wurden auf die Kostenrahmen abgestimmt.
Anschließend wurde das Grundstück nochmals gemeinsam begangen. Dabei wurden Blickachsen, Geländesituationen, Ausblicke, Gefühle, Gedanken, gewünschte Aufenthaltsorte und zukünftige Nutzungen bewusst wahrgenommen und dokumentiert
Der Entwurfsauftrag wurde mit drei klaren Anforderungen erteilt: ein Wohnhaus mit integrierter Praxis, Wohnen auf einer Ebene sowie ein maximaler Kostenrahmen von 350.000 Euro – ohne Grundstückskosten.

Wie üblich entwickelte Max mehrere Entwurfsvarianten. Einige Lösungen wurden intensiv diskutiert und hinsichtlich Funktion, Gestaltung, Wirtschaftlichkeit und Nutzung verglichen. Schritt für Schritt kristallisierte sich schließlich eine Spezielle Variante heraus.
Eine barrierefreies Wohngeschoss im Erdgeschoss und die Praxis mit überdachter Terrasse, Technik und Wirtschaftsraum im Untergeschoss. Das gewählte Konzept wurde anschließend hinsichtlich von innen heraus bezüglich Funktion, Möblierung, Wirtschaftlichkeit, Gestaltung und Nutzung weiter optimiert.

Bei der äußeren Gestalt gingen die Vorstellungen zunächst auseinander. Die Bauherrin wünschte sich eine architektonisch anspruchsvolle Lösung mit klarer Formensprache. Der Bauherr bevorzugte ein Wohnhaus mit separatem Carport – funktional möglich, gestalterisch jedoch wenig überzeugend und wirtschaftlich nicht optimal.
Die Diskussionen führten zu einem Stillstand. Max empfahl eine bewusste Schaffenspause. „Lasst die Entwürfe ruhen. Ich möchte diese Varianten nicht weiterverfolgen. Und wenn ihr möchtet, kann auch jemand anderer auf dieser Grundlage weiterarbeiten.“ Danach wurde es ruhig. Drei Monate lang.

Dann meldeten sich die Bauherren erneut. Die Pause hatte etwas verändert. Beide waren nun bereit, ihre bisherigen Vorstellungen zu hinterfragen und sich gemeinsam auf neue Möglichkeiten einzulassen. Sie erkundeten die 7D-Resonanzqualitäten ihres zukünftigen Lebensraumes: innere Qualitäten, Werte, Bedürfnisse, Haltungen, Bilder und Vorstellungen des zukünftigen Wohnens. Dabei wurde sichtbar, dass die bisher favorisierte Lösung – sowohl in der äußeren Gestaltung als auch in wesentlichen Funktionen – weder wirtschaftlich noch funktional oder gestalterisch wirklich stimmig war. Die alte Fixierung durfte gehen. Für die äußere Gestaltung entstanden neue Varianten. Die jeweiligen Vor- und Nachteile wurden offen betrachtet und reflektiert bewertet. Schließlich fiel die Entscheidung auf eine Lösung, die Architektur, Funktion, Wirtschaftlichkeit und Lebensqualität miteinander verband.

Ein vermittelnder Zwischenraum verband Innen- und Außenraum. Das Gebäude erhielt eine klare Haltung. Die Räume wirkten selbstverständlich und stimmig. Zusätzlich entstand ein überdachter und witterungsgeschützter Außenraum, direkt von der Küche aus erreichbar, sowie ein individuell abgestimmter und integrierter Carport. Für alle Beteiligten war es die optimale Lösung – nicht als Kompromiss, sondern als gemeinsames Ergebnis eines erweiterten Planungsprozesses.

Nach ersten Abstimmungen mit ausführenden Firmen, entstand die Genehmigungsplanung. Die Ausführungsplanung übernahm ein vom Bauherrn beauftragter Planer, der eng mit den ausführenden Gewerken und mit Max zusammenarbeitete. Mehrere gemeinsame Besprechungen mit Baumeister, Haustechnik, Dachdecker und weiteren Beteiligten ermöglichten eine frühzeitige Abstimmung vieler Details. Anschließend wurden die Baumeisterarbeiten ausgeschrieben und beauftragt. Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts war die Kostenermittlung.

Anstelle einer pauschalen Kostenschätzung mit einer allgemeinen Unsicherheit von ±10 % erstellte Max eine detaillierte Kostenliste mit rund vierzig Positionen. Für jede Position wurden drei Werte ausgewiesen:
Mindestkosten > Was unter günstigen Voraussetzungen möglich wäre und war.
Realistische Kosten > Der aufgrund von Erfahrungswerten wahrscheinlichste Bereich.
Maximalkosten > Kosten, die bei aufwendigeren Ausführungen oder ungünstigen Entwicklungen entstehen könnten.
Die Werte basierten auf Einheitspreisen, Ausschreibungsergebnissen und Erfahrungen aus vergleichbaren Projekten.
Dabei erklärte Max den Bauherren, dass in der Praxis weder alle Gewerke gleichzeitig zum Minimalwert noch alle zum Maximalwert ausgeführt werden. Die größte Wahrscheinlichkeit liegt erfahrungsgemäß im mittleren Bereich. Gleichzeitig machte er auf einen häufigen Denkfehler aufmerksam: Ein Bauprojekt besteht aus rund vierzig Gewerken. Wenn bei vielen Positionen jeweils nur 5.000 Euro Mehrkosten entstehen, summiert sich dies rasch zu Kostensteigerungen von zwanzig bis dreißig Prozent. Die Ursache liegt häufig nicht in einzelnen großen Fehlentscheidungen, sondern in vielen kleinen Änderungen während Planung und Ausführung.

Das Haus konnte effizient und innerhalb des vorgesehenen Kostenrahmens realisiert werden. Das ursprünglich angestrebte Budget von rund 360.000 Euro konnte schließlich tatsächlich eingehalten werden. Der Bauherr erklärte Max später schmunzelnd, wie ihm das gelungen war: Er habe sich während der gesamten Bauphase konsequent an den Mindestwerten der Kostenliste orientiert. Sein persönliches Ziel sei gewesen, Max zu beweisen, dass nahezu alle Positionen tatsächlich zum Minimalwert umgesetzt werden können. Damit gelang ihm etwas, das Max bis dahin nur selten erlebt hatte. Während viele Bauherren im Laufe eines Projekts zusätzliche Wünsche entwickeln oder Ausstattungen aufwerten, blieb dieser Bauherr außergewöhnlich konsequent bei seinen Prioritäten.

Erst nach der Fertigstellung wurde das Grundstück von einem Spezialisten auf Wasseradern und Erdstrahlen untersucht. Das Ergebnis überraschte die Bauherren:
Alle festgestellten potenziellen Störzonen lagen außerhalb des Hauses. Für Max war dies weder ein Beweis noch ein Gegenbeweis einer Theorie. Es war vielmehr eine interessante Beobachtung. Vielleicht war es Zufall. Vielleicht spielte die Art der Nutzung eine Rolle. Vielleicht zeigte sich darin auch, dass Menschen durch ihre Entscheidungen, ihre Aufmerksamkeit und ihre bewusste Gestaltung jene Plätze und Räume schaffen, in denen sie sich wohlfühlen. Unabhängig von der Erklärung hatte die Konzentration auf Grundlagen, Anforderungen, Qualitäten und stimmige Lösungen zu einem Ergebnis geführt, mit dem alle Beteiligten zufrieden waren. Heute leben die Bauherren mit ihren Kindern zufrieden in ihrem neuen Lebensraum.

Auch viele Jahre nach dem Einzug waren die Bauherren mit ihrem Lebensraum sehr zufrieden. Das Haus erfüllte die gewünschten Funktionen, blieb wirtschaftlich und bot die angestrebten Qualitäten für den Alltag der Familie. Besonders bemerkenswert war, dass aus diesem Projekt zahlreiche weitere Kontakte und Aufträge entstanden. Freunde, Bekannte und Besucher erlebten den Lebensraum vor Ort und wurden auf den Planungsansatz aufmerksam.

Rückmeldung der Bauherren
„Wir sind angekommen. Viel Licht, viel Raum und doch nicht zu groß. Max hat unsere Vorstellungen immer wieder hinterfragt, unseren Blick geschärft und uns dabei unterstützt, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden. Schließlich hat er uns dorthin geführt, wo wir heute angekommen sind: in einem Haus, das unseren Bedürfnissen entspricht und in dem wir uns jeden Tag wohlfühlen.“ Danke R & B

Erst die Grundlagen klären. Störquellen nicht zum Ausgangspunkt machen. Varianten offen prüfen. Lösungen ruhen lassen. Neu entscheiden. Denn manchmal entsteht die beste Lösung nicht dort, wo man Probleme sucht, sondern dort, wo man Möglichkeiten erkennt und Schritt für Schritt zu einer stimmigen Gesamtlösung zusammenführt. So wird aus einem Hanggrundstück ein Lebensraum, der trägt.