Eine alleinstehende Bauherrin wandte sich an Max mit dem Wunsch, ein ehemaliges Wirtschaftsgebäude in einen zeitgemäßen Lebensraum zu verwandeln. Beim ersten Treffen nahm Max das bestehende Gebäude sorgfältig wahr und erklärte anschließend die möglichen Schritte einer Entwicklung: vom Verstehen des Ortes über die Klärung der Grundlagen bis hin zur Entstehung eines stimmigen Gesamtraumes. Bereits in diesem frühen Stadium wurden zentrale Fragen sichtbar und gemeinsam geklärt. Im Anschluss begann die Bauherrin, ihren zukünftigen Lebensraum bewusster zu erkunden: Raumprogramm, persönliche Bedürfnisse und gemeinsame Anforderungen. Was wird wirklich gebraucht? Was wird gewünscht? Was ist auf diesem Ort möglich? Was soll umgebaut werden? Wie viel Eingriff ist sinnvoll? Was ist funktional und was trägt langfristig zur Lebensqualität bei?
So entstanden klare Grundlagen für Räume, Funktionen, Budget und die erste Ausrichtung der Gestaltung.
Im weiteren Verlauf richtete sich der Blick auf die Resonanzqualitäten des Lebensraums der Bauherrin selbst – insbesondere auf die Balance zwischen Rückzug, Zweisamkeit und familiärem Wohnen. Nicht einzelne Räume standen im Vordergrund, sondern die Qualität des zukünftigen Lebens im gesamten Gebäude.
Darauf aufbauend erhielt Max den Auftrag für ein Entwurfskonzept. Zunächst wurde der Bestand in seiner Struktur, Wirkung und Potenziallage erfasst.
Aus diesem Verständnis heraus entwickelte er mehrere Varianten, die nicht nur Räume ordneten, sondern unterschiedliche Möglichkeiten des Wohnens im Bestand und im Außen sichtbar machten.
Die zentrale Herausforderung lag darin, Innen- und Außenraum sowie die umgebende Bebauung in eine stimmige Gesamtqualität zu überführen. Ein Wellnessbereich sowie zwei mögliche Wohneinheiten sollten entstehen – verbunden mit der behutsamen Transformation des ehemaligen Stallbereichs in Wohnraum.
Eine der Varianten zeigte dabei eine besondere Stimmigkeit. Sie wurde in der Folge in ihrer räumlichen Tiefe, Funktion und Gesamtwirkung weiterentwickelt:
Ein funktionaler Innenraum mit zwei möglichen Wohnbereichen oder einer großzügigen Wohnlösung. Verschiedene geschützte Gartenbereiche mit weitem Blick in die Landschaft. Ein Wellnessbereich, der Innen- und Außenraum miteinander verbindet.
Die kleineren Fensteröffnungen wurden teilweise vergrößert, um Lichtführung und Raumbezug zu stärken. Es folgten die Genehmigungsplanung sowie Teile der Ausführungsplanung. Die Umsetzung begann mit hohem Anteil an Eigenleistung. Schritt für Schritt veränderte sich der Ort durch Abbruch, Öffnung, neue Strukturen, Lichtführungen und räumliche Neuordnungen. Mit der Zeit entstand ein Lebensraum, der sich nicht nur baulich, sondern auch atmosphärisch neu formte.
In dieser Phase lernte die Bauherrin einen Partner kennen, und sie zogen gemeinsam in das adaptierte Haus ein. Der Außenraum entwickelte sich weiter und begann sich zunehmend selbstverständlich mit dem Innenraum zu verbinden. So wurde aus einem ehemaligen Wirtschaftsgebäude ein neuer Lebensraum – nicht durch reine Umnutzung, sondern durch das Erkennen und Entwickeln seiner vorhandenen Resonanzqualitäten.
